
Zeit-für-Dich.

Gedanken, die bewegen.
Gespräche, die bleiben.
Willkommen in meinem Raum für Reflexion.
Hier findest du tiefe Einblicke in meine Arbeit, aktuelle Medienberichte und den Dialog über einen Weg, der jenseits von Standards neue Perspektiven auf die mentale Gesundheit eröffnet.
Interview mit
Daniel Robbel Teil 1
Menschen sind keine Maschinen
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen – fernab von Leistungsdruck und alltäglicher Dauerbeschallung. Seine Bücher, Karten und Texte sind persönlich, poetisch und oft aus eigener Erfahrung entstanden. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt, wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt hat und warum kleine Impulse manchmal große Veränderungen auslösen können.
Interview mit Lutz Kniese, Teil 1: Kleine Impulse, große Wirkung: Bücher als Räume der Selbstreflexion
Menschen sind keine Maschinen
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen – fernab von Leistungsdruck und alltäglicher Dauerbeschallung. Seine Bücher, Karten und Texte sind persönlich, poetisch und oft aus eigener Erfahrung entstanden. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt, wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt hat und warum kleine Impulse manchmal große Veränderungen auslösen können.
Daniel Robbel: Dein Verlag »Zeit-für-mich« ist ein Ort der Achtsamkeit und bewussten Pausen.
Wie kam es zu diesem Namen?
Lutz Kniese: Am 1. November 2025 feierte mein Verlag seinen ersten Geburtstag. Die Wurzeln liegen viel weiter zurück: Jahre zuvor kennzeichnete ich meine Arbeiten als ›FreierGeist‹, was auch der ursprüngliche Name bei der Firmengründung war. Doch durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema ›Me-Time‹ und mein erstes Buch ›Augenblicke der Zeit‹ kristallisierte sich immer deutlicher ein neuer Kern heraus: ›Zeit für mich‹.
Ein halbes Jahr nach dem Start folgte die Neuausrichtung. Während ›FreierGeist‹ zwar mein Wesen beschreibt, fühlte ich mich durch den Namen paradoxerweise eingeengt. ›Zeit für mich‹ ist für mich weit mehr als ein Synonym; es ist eine Überlebensstrategie im Umgang mit meinen Diagnosen. Wenn ich in den Hyperfokus gerate, ist eine bewusste Auszeit unumgänglich. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Zeit für jeden Menschen lebensnotwendig ist. Wir sind keine Maschinen – und selbst Maschinen benötigen Pausen und Wartung. In meinem Leben hat diese Selbstfürsorge Priorität. Und was eignet sich dafür besser als ein gutes Buch und eine Tasse Tee oder Kaffee? Der ›Zeit-für-mich-Verlag‹ steht für Lebensqualität und Selbstliebe.

Interview mit Lutz Kniese, Teil 2:
Wenn aus Selbstzweifel und Wut, Akzeptanz wird
Für Leichtigkeit muss man hart
arbeiten
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt und wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt.
Daniel Robbel: In deinem Buch der „Psychologe mit dem magischen Augen“ erzählst du von deinem Umgang mit ADHS und RLS. Welche Erfahrungen hast du auf deiner Reise gemacht?
Lutz Kniese: Es waren lebensverändernde Erfahrungen. Fast 60 Jahre hat es gedauert, den Weg von der völligen Unwissenheit bis zur Annahme meiner Diagnosen zu gehen. Wo früher Selbstzweifel, Wut und ein zerstörerischer Perfektionismus herrschten, ist heute Platz für Akzeptanz. Mein lebenslanger Begleiter war dabei die Erkenntnis: Ich muss mir meine Leichtigkeit hart erarbeiten.
Daran hat sich bis heute wenig geändert, denn ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist kein Infekt, sondern eine genetisch bedingte Dysfunktion der neuronalen Botenstoffe. Es ist ein täglicher, oft unfairer Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Erst die offizielle Diagnose brachte die Wende. Ich wusste nun, gegen wen ich antrat. Seither ist mein Leben klarer geworden. Ich schaue heute tiefer in meine Seele und entdecke dort jene Puzzleteilchen, nach denen ich ein Leben lang gesucht habe. Ein entscheidender Teil dieses Ganzen ist Cano, mein Seelenhund. Ich spüre eine sehr tiefe Verbindung zu ihm.
Anders verhält es sich bei RLS (Restless-Legs-Syndrom, besser bekannt unter dem Begriff »unruhige Beine«). Hier war die Diagnose der entscheidende Wendepunkt, damit ich medikamentös auf die Symptome eingestellt werden konnte. Sonst würde ich mit Sicherheit nicht mehr auf dieser Welt sein.

Interview mit Lutz Kniese, Teil 3:
Radikale Akzeptanz als wichtigster Impuls
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt und wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt.
Daniel Robbel: Achtsamkeit und Selbsterkenntnis sind zentrale Themen deiner Arbeit.
Was ist für dich der wichtigste Impuls, den Menschen aus deinen Texten und Projekten mitnehmen sollten?
Lutz Kniese: Der wichtigste Impuls ist für mich die radikale Akzeptanz. Ein Mantra meiner Arbeit lautet: „Es ist nicht gut, es ist nicht schlecht – es ist, wie es ist.“ Ohne Bewertung, ohne Verurteilung.
Oft verwechseln wir kognitives Verstehen mit echtem Loslassen. Wer sich zum Beispiel tagelang über ein Bußgeld wegen zu schnellen Fahrens ärgert, hält sein Nervensystem in einer unnötigen Alarmbereitschaft. Im Kopf ist die Sache vielleicht geklärt, aber im Unterbewusstsein gärt der Widerstand gegen die Realität weiter. Das kostet Kraft und inneren Frieden. Erst wenn wir diesen Widerstand aufgeben und die Situation emotional annehmen. tritt Erleichterung ein. Der Strafzettel bleibt, aber die Qual endet.
Das gilt erst recht für die großen, existenziellen Themen. Ob es um das verletzte innere Kind, alte Muster oder tiefe Traumata geht: Diese Erfahrungen wiegen schwer. Akzeptanz bedeutet hier nicht, das Geschehene gutzuheißen, sondern aufzuhören, gegen die Tatsache anzukämpfen.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit sind die Herzensworte. Für mich haben Worte eine größere Bedeutung als nur aneinandergereihte Buchstaben. Welche Wirkung herzliche Worte auf das mentale Befinden haben können, erlebe ich immer wieder, wenn ich eine Herzenswortekarte verschenke: Es zaubert immer ein Lächeln in die Gesichter.

Interview mit Lutz Kniese, Teil 4:
Zwei Seelen spiegeln sich.
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt und wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt.
Daniel Robbel: Wie du sagst, lebst du in einer zwei Männer-WG auf sechs Beinen - und zwar mit Husky Cano. Was bedeutet diese Freundschaft für dich?
Lutz Kniese: Für mich ist Freundschaft eine Verbindung, die an die Wurzeln des Seins reicht. Als ich Cano im Tierheim traf – er war eine polizeiliche Beschlagnahmung –, begegneten sich zwei verlorene Seelen. Ich befand mich damals bereits auf meinem Weg der Achtsamkeit und spürte sofort: Da sitzt kein gewöhnliches Haustier hinter den Gittern. Cano ist mein Spiegelbild.
Er hält mir meine eigenen Eigenheiten auf eine Weise vor, die mich zum Hinsehen zwingt. Wenn er sich in seinem inneren, luftleeren Raum verliert und vor lauter Geistesabwesenheit gegen einen Laternenpfahl läuft, erkenne ich mich sofort wieder. Ich bin der Typ, der durch ein riesiges Scheunentor geht und es trotzdem schafft, hängenzubleiben. Unsere Umgebung sieht in uns oft ein altes „Ehepaar“ – und das trifft es perfekt. Wir reiben uns aneinander, wir lachen gemeinsam und wir haben ein tiefes Gespür füreinander entwickelt. Diese Freundschaft auf sechs Beinen ist für mich die reinste Form von Verbundenheit, Achtsamkeit und bedingungsloser Fürsorge.

Interview mit Lutz Kniese, Teil 5:
Interview mit Lutz Kniese,
Teil 5: Einige Highlight für 2026 geplant
Neue Bücher: Teuflisches und
Tierisches
Lutz Kniese ist Autor, Verleger und ein aufmerksamer Beobachter des menschlichen Innenlebens. In seinem Zeit-für-mich-Verlag schafft er Räume für Achtsamkeit, Selbstreflexion und bewusste Pausen. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Daniel Robbel erzählt er davon, was ihn antreibt und wie sein Lebensweg seine Arbeit geprägt.
Daniel Robbel: Gibt es neue Projekte, auf die sich deine Leser in der Zukunft besonders freuen dürfen?
Lutz Kniese: Ich sage oft: Mein Leben ist zu kurz für all die Ideen in meinem Kopf. Um nicht den Überblick zu verlieren, trenne ich strikt zwischen ‚Machen‘ und ‚Träumen‘. Mit ADHS ist das ein permanenter Prozess, da ständig neue Impulse hinzukommen. Aktuell fokussiere ich mich auf zwei literarische Highlights: Das Manuskript über unsere ‚Zwei-Männer-WG auf sechs Beinen‘ ist nach Jahren in der Schublade nun bereit für den nächsten Schritt.
Mein Fokus für das Frühjahr 2026 liegt jedoch auf dem Roman ‚Der Mann, der mit dem Teufel spricht – ein Spagat zwischen Himmel und Hölle‘. Die Geschichte folgt einem Mann, dessen therapeutische Selbstgespräche plötzlich Gestalt annehmen – in Form eines kleinen, dicken Teufels-Gnoms auf seiner Schulter. Es ist eine humorvolle, sarkastische und zugleich tiefgründige Analyse unserer Gesellschaft.
Zusätzlich zur Literatur entwickle ich das Verlagsangebot weiter. Es wird neue Editionen der ‚Herzensworte‘, ‚Canos Helferleins‘ und ein Achtsamkeitsspiel geben. Ein ganz neues Kapitel schlage ich zudem mit der Designmanufaktur ‚meXOiX‘ auf. Hier biete ich anderen kleinen Verlagen meine Expertise in der Entwicklung von Merchandising-Produkten und Kleinserien an. Diese Kombination aus Autorendasein, Verlegen und handwerklicher Designentwicklung ist genau das, was meine Zukunft au


